Symbolischer Start für eine Partnerschaft zum Wissensaustausch in Sachen Landstrom (v.l.): Boudewijn Siemons, CEO der Rotterdamer Hafenbehörde zusammen mit Robert Simons, Beigeordneter für Hafen, Wirtschaft, Gastgewerbe und Verwaltung der Stadt Rotterdam sowie Ronald Lugthart, CEO von Rotterdam World Gateway.

Bild: Marc Nolte

Rotterdam baut Landstromanlagen für Containerschiffe

08.03.2024

Das Containerterminal Rotterdam World Gateway beginnt mit dem Bau einer Landstromanlage, um sich auf EU-Vorgaben vorzubereiten, die ab 2030 die Nutzung von Landstrom in Häfen vorschreiben.

Das Containerterminal Rotterdam World Gateway (RWG) auf der Maasvlakte in Europas größtem Hafen beginnt mit dem Bau einer Landstromanlage. Voraussichtlich ab 2026 können Schiffe dann Strom zur Energieversorgung am Liegeplatz beziehen. Damit bereitet sich der Terminalbetreiber auf EU-Recht vor. Das Unternehmen plant, finanziert und baut die Anlage in Eigenregie. Mit der Hafenbehörde hat RWG eine Absichtserklärung zum Austausch von Wissen und Daten über die Installation und Nutzung von Landstrom und die erforderlichen Bauarbeiten an den Kaimauern getroffen.

Die AFIR-Regelung (Alternative Fuel Infrastructure Regulation) schreibt demnach vor, dass Häfen ab 2030 entsprechende Infrastruktur für die landseitige Stromversorgung von Schiffen vorhalten müssen und Schiffe mit mehr als 5.000 Bruttoregistertonnen Landstrom beziehen müssen.

Entsprechend investieren viele andere europäische Häfen Millionensummen in den Aufbau der nötigen Landstrom-Infrastruktur. Im Hamburger Hafen sind seid Ende vergangenen Jahres die ersten Anlagen für die Versorgung von Containerschiffen mit Strom im Betrieb, unter anderem am Eurogate-Terminal. In diesem Jahr beginnt die Hamburger Hafenbehörde mit dem Bau weiterer Anlagen, zum Beispiel am Containerterminal Altenwerder.

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